Bildungsplanreform 2015 - Kultusministerium lädt zur Mitarbeit ein

Veröffentlicht am 04.12.2012 in Landespolitik

Kultusministerin Gabriele Warminski- Leitheußer: "Die Bildungsplanreform 2015 findet unter größerer Beteiligung der Öffentlichkeit statt, als dies je zuvor der Fall war."

Das Kultusministerium lädt eine Vielzahl von Bildungsexperten und Gremien zur konstruktiven Mitarbeit an der Bildungsplanreform ein. "Die Bildungsplanreform 2015 findet unter größerer Beteiligung der Öffentlichkeit statt, als dies je zuvor der Fall war", erklärte die Kultusministerin am Montag in Stuttgart. Die neuen Bildungspläne werden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Kultusministerium und dem Landesinstitut für Schulentwicklung erarbeitet.

In einem Beirat mit beratender Funktion sollen die Beratungsgremien des Kultusministeriums (Landesschulbeirat, Landeselternbeirat und Landesschülerbeirat) vertreten sein sowie Lehrerverbände und renommierte Vertreter aus den Regierungsfraktionen, Wissenschaft, Wirtschaft, Kirchen und Religionsgruppen. "Die Meinungen, Ideen und Vorschläge aller dieser Fachleute sind uns sehr wichtig", betonte Warminski- Leitheußer. "Deshalb lade ich sie alle herzlich dazu ein, sich an der Weiterentwicklung der Bildungspläne konstruktiv zu beteiligen." Die Öffentlichkeit soll über eine Beteiligungsplattform der Landesregierung in den Prozess einbezogen werden. Geplant ist zudem ein Expertenhearing in einem mehrstufigen Befragungsverfahren.

Mit einer Auftaktveranstaltung am 19. Dezember 2012 werden die Kommissionen, die die neuen Bildungspläne erarbeiten, ihre Arbeit offiziell aufnehmen. Ihnen gehören Lehrkräfte aus allen allgemein bildenden Schularten und aus dem beruflichen Schulbereich an, darunter auch Lehrkräfte der Gemeinschaftsschulen und der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung. Eine Lenkungsgruppe unter der Leitung von Ministerialdirektorin Dr. Margret Ruep wird den Gesamtprozess steuern und die notwendigen politischen Entscheidungen vorbereiten.

Die neuen Bildungspläne für die allgemein bildenden Schulen bis einschließlich Klasse 10 sollen bis spätestens Juli 2015 fertiggestellt sein. Im Anschluss daran werden auch die Bildungspläne für die Klassen 11 und 12 der Gymnasien weiterentwickelt. Bis Juli 2013 soll eine erste Entwurfsfassung der neuen Bildungspläne vorliegen. Sie soll im Schuljahr 2013/2014 an allen Gemeinschaftsschulen erprobt werden, die im laufenden Schuljahr an den Start gegangen sind, sowie pro Fach an je zwei Schulen der Schularten Grundschule, Werkrealschule, Realschule, Gymnasium und Sonderschule. Um die Schulen bei der Umsetzung zu unterstützen, erstellt das Landesinstitut für Schulentwicklung Kompetenzraster und Checklisten für die Fächer Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und die erste Fremdsprache (Englisch/Französisch). Gleichzeitig werden Lernaufgaben und weitere Materialien für individualisierten Unterricht entwickelt. Für Lehrkräfte wird es rechtzeitig Fortbildungen zum Umgang mit den neuen Bildungsplänen geben.

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