
Die Schwäbische Zeitung schockiert auf der Titelseite mit einer großen Überschrift zur hohen Anzahl der Asylanttäge im ersten Halbjahr 2024.
Der geneigte Leser ist erst einmal (und wenn er nicht die Details liest, auch dauerhaft) empört. - In der Übnerschrift hätte gut der Zusatz Platz gehabt: "in der EU".
Angeblich sei Deutschland auch besonders belastet, da bei uns - in abolutenZahlen - die meisten Asylanträge gestellt werden. Richtig, aber der Anteil Deutschlands entspricht etwa dem Bevölkerungsanteil in den 27 EU-Ländern.
Die Zahl der Asylanträge in D. ist um 30.000 zurückgegangen (das wir korrekt berichtet) und - leider wird nicht erwähnt: das sind rund 24 % weniger als im Vorjahr.
Soviel zur "Unabhängigen Tageszeitung für christliche Kultur und Politik", der auch halbe Wahrheiten zu genügen scheinen.
Eine Zeitung in der Nachbarschaft, die Westallgäuer Zeitung, kann da doch deutlich besser mit dem Thema umgehen (s. Foto rechts: "Die Zahl der Asylanträge in Europa ist gesunken").
