Künstliche Intelligenz verändert zunehmend unseren Alltag, doch sie birgt auch die Gefahr von Falschinformationen. In einer Zeit, in der gefälschte Inhalte weit verbreitet sind, wird es immer wichtiger, Fakten zu hinterfragen und Gerüchten entschieden entgegenzutreten.
(Karl Schmidberger, Amtsblatt April 2025)
von unserem Gemeinderatsmitglied Karl Schmidberger, veröffentlicht im Amtsblatt April 2025
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Dass künstliche Intelligenz unser Leben beeinflussen wird, ist, glaube ich, unumstritten. Es beginnt schon mit gefälschten Katzenvideos im Internet. Jeder kann heute Bilder und auch Videos erstellen, die nicht echt sind. Dies kann und wird auch gezielt für Stimmungsmache ausgenützt. Und Menschen, die eine bestimmte Zielrichtung verfolgen, werden immer wieder Behauptungen aufstellen, die bei näherer Betrachtung einfach falsch sind. Immer wieder erreichen mich z.B. Nachrichten und Videos zum Thema Abrieb von Windrädern, zuletzt aus den Reihen der AFD Fraktion im Kreistag. Die Schwäbische Zeitung machte schon am 9. Mai 2023 den Faktencheck.
„Würde man nach vier Jahren die komplette Beschichtung im betroffenen Bereich erodiert vorfinden, ergebe sich ein maximaler Materialabtrag von 1.395 t/a für alle rund 31.000 Windkraftanlagen in Deutschland.“ Da es sich dabei um eine Modellberechnung handelt, liege der tatsächliche Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich darunter. Im Vergleich dazu werden vom Fraunhofer–Institut jährliche Abriebwerte von Reifen mit 102.090 Tonnen pro Jahr und von Schuhsohlen mit 9.047 Tonnen pro Jahr angegeben." (Man müsste also Autofahren und Wandern auch verbieten). Es ist wichtig, Fakten immer wieder zu überprüfen und dem, der diese verbreitet, zu entgegnen.
Aber auch von Mund zu Mund werden am Stammtisch/ im Café immer wieder Dinge getratscht. Wer in der Verwaltung oder in der Öffentlichkeit stehend ein Techtelmechtel mit wem haben soll. Was der Gemeinderat im Geheimen beschlossen haben soll. Haben sie den Mut zu widersprechen oder fragen Sie, wenn möglich, nach. Ein Gerücht in die Welt gesetzt oder weitergegeben, lässt sich meist nicht mehr einfangen. Wenn man mitmacht, macht man sich mit schuldig, andere Menschen zu verunglimpfen.