Zum SPD-Kreisparteitag trafen sich Delegierte aus den Ortsvereinen – Die SPD-Landtagskandidaten stellten sich vor

Veröffentlicht am 06.12.2010 in Presseecho

Ingrid Staudacher, Michael Hermann, Jubilar Otto Ditz, Otto Ziegler, Bodo Rudolf, Peter Didszun. (Foto: Hoffmann)

(VOGT/gh) Otto Ziegler, vor einem Jahr zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt, legte seinen ersten Tätigkeitsbericht ab. Zuvor aber gab es etwas zu feiern, was nicht alltäglich ist. Otto Ditz vom Ortsverein Wolfegg ist seit 50 Jahren Mitglied der SPD und seit 40 Jahren dort als Kassier tätig. Bodo Rudolf, der dem Jubilar Urkunde und Willi-Brandt-Ehrenmedaille überreichte, ließ im Zeitraffer die politischen Ereignisse Revue passieren. Als Ditz im Juli 1928 geboren wurde, war Hermann Müller von der SPD Reichskanzler. Als Ditz 1960 Mitglied der SPD wurde, war Willi Brandt regierender Bürgermeister in Berlin. In Baden-Württemberg war die SPD im steten Aufwind. Mit 35,3 Prozent lag sie nur 4,2 Prozent hinter der CDU.

Das schaffen wir auch wieder, wurde aus der Vorstandschaft Mut gemacht, trotz sinkender Umfragewerte nicht nach zu lassen. Otto Ziegler jedenfalls machte Mut. Im ersten Jahr seiner Amtszeit hat er eine Reise durch den Landkreis zu allen Ortsvereinen gemacht und persönliche Eindrücke gesammelt. Fazit: Die politische Arbeit ruhe eindeutig auf zu wenigen Schultern.
Forderungen, die Ortsvereine abzuschaffen und stattdessen virtuell zu verkehren, lehnt Ziegler ab. Politisches Handeln brauche Menschen, die sich mit sozialdemokratischen Zielen identifizieren, die Vorbilder sind. „Lasst uns zu Kümmerern werden“, rief Ziegler den SPD-Delegierten zu. Lieber sollte man Ortsvereine zusammenlegen, etwa Vogt und Wolfegg zum Ortsverband Allgäu.

Derzeit 583 Mitglieder

Zufrieden äußerte sich Otto Ziegler über die Aktivitäten im Lauf des Jahres. 583 Mitglieder hat der SPD-Kreisverband derzeit. Offene Mitgliederkonferenzen und mehr Unterstützung der Kreistagsfraktion sowie ein Schulterschluss mit den Gewerkschaften schweben ihm vor.
Bei den Jusos habe es gerappelt – schon nach einem halben Jahr musste ein neuer Vorsitzender gewählt werden, berichtete Johanna Oswald. Doch jetzt sei wieder alles im Lot. Derzeit werde die Website auf Vordermann gebracht und die Sprache auf Jugendliche eingestellt. Das Problem sah Oswald generell darin, Jugendliche für eine Parteiarbeit zu begeistern.
Kreisrat Rudolf Bindig gab einen Überblick über die Arbeit der SPD- Kreistagsfraktion. Schwerpunkt waren die Allgäukrankenhäuser Wangen, Leutkirch und Isny. „Das Angebot muss sich jetzt bewähren“, warb Bindig für eine ausreichende Belegung.
Christel Ulmer, die ihren Schwerpunkt auf frühkindliche und Bildung überhaupt setzt, brachte einen Antrag an SPD-Landesverband und Fraktion ein, den Orientierungsplan Bildung und Erziehung verbindlich einzuführen und die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.
In Interviewform fühlte Dr. Michael Herrmann den beiden Landtagskandidaten für die beiden Wahlkreise Ravensburg und Wangen, Christel Ulmer und Dr. Peter Clement, auf den Zahn. Hauptthema war der Umgang mit einer eventuellen Grün-Rot-Rot-Koalition, die der Grünen-Spitzenkandidat Kretschmann nicht ausgeschlossen hat. Clement wollte sich dazu nicht äußern, das sei viel heiße Luft. Konkret wurde Ulmer, die mit der Linken reden würde und ihre Inhalte abklären: „Wenn eine Partei zugelassen ist, dann kann man auch mit ihr reden.“

Munzinger wird Pressereferent

Einstimmig fiel die Wahl des Ravensburgers Hannes Munzinger für den seit einem Jahr vakanten Posten des Pressereferenten aus. Munzinger arbeitet derzeit in der Wahlkampfschmiede des SPD-Landesverbandes in Stuttgart. Als Beisitzerin im Kreisverband wurde Ulrike Hund aus Amtzell gewählt. Die selbständige Geschäftsfrau sieht sich als Vertreterin des Mittelstandes und will mit Power an ihre neue Aufgabe gehen.

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung am 6.12.2010

Homepage SPD Kreisverband Ravensburg

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