"Leutkirch gerecht gestalten"

Für ein Gerechtes Miteinander

Realschulen sollen bei der Weiterentwicklung hin zur Gemeinschaftsschule stärker unterstützt werden

Veröffentlicht am 20.11.2012 in Landespolitik

Kultusministerin Warminski- Leitheußer: „Die Landesregierung will gemeinsam mit den Schulträgern und Schulen im Rahmen eines Zwei- Säulen- Modells nach zukunftssichernden Lösungen suchen und nicht die Schulentwicklung vor Ort von oben vorschreiben"

Die Landesregierung strebt im Zuge einer regionalen Schulentwicklungsplanung ein stabiles Zwei- Säulen- Modell an, erklärte heute Kultusministerin Gabriele Warminski- Leitheußer. Eine Säule ist das Gymnasium, die zweite soll nach dem Ende eines Übergangsprozesses die Gemeinschaftsschule sein. Letztere bietet ebenfalls gymnasiale Standards und damit eine G9- Option auf das Abitur an. "Die Landesregierung will gemeinsam mit den Schulträgern und Schulen nach zukunftssichernden Lösungen suchen und nicht die Schulentwicklung vor Ort von oben vorschreiben", betonte die Kultusministerin. In der Übergangszeit werde es in der zweiten Säule weiterhin unterschiedliche Schularten geben, wobei die Realschulen Kern künftiger Gemeinschaftsschulen sein könnten. „Das Ziel der Landesregierung ist, die qualitativ hochwertige Bildungsinfrastruktur in der Fläche zu sichern, damit jeder Schüler auch in Zukunft in erreichbarer Nähe auf die Schule seiner Wahl gehen kann“, erklärte die Ministerin vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und den damit verbundenen sinkenden Schülerzahlen. Das bisherige dreigliedrige Schulsystem habe sich dafür als nicht zukunftsfähig erwiesen.


Schulentwicklung gemeinsam vor Ort

"Selbstverständlich hat jede Schule die Zeit, die sie benötigt, um sich weiterzuentwickeln. Wir unterstützen jede Schule, die sich auf den Weg zur Gemeinschaftsschule machen will“, betonte die Ministerin. Sie ermuntert insbesondere Realschulen, eine Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule anzustreben. An den Realschulen werde eine sehr gute und erfolgreiche pädagogische Arbeit geleistet. Allerdings stehe gerade diese Schulart angesichts der Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler vor sehr großen Herausforderungen. Die Gemeinschaftsschule sei deshalb gerade für Realschulen ein maßgeschneidertes Modell, da diese Schulart bereits Schülerinnen und Schüler mit sehr großer Leistungsbreite umfasst. Die Ministerin kündigte an, dass im Rahmen der regionalen Schulentwicklung "Trittsteine" ausgearbeitet werden, um die Entwicklung der Realschule hin zur Gemeinschaftsschule zu unterstützen.

Modell Gemeinschaftsschule bietet viele Vorteile

Diese Weiterentwicklung biete gerade Realschulen viele Vorteile, erklärte die Ministerin. Das pädagogische Konzept beispielsweise ermögliche durch die veränderten Lehr– und Lernformen (individuelles Lernen / Lernen in gemischten Gruppen), besser auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes einzugehen. Die Realschulen könnten als Gemeinschaftsschule gymnasiale Standards anbieten und damit bei entsprechender Schülerzahl auch das Abitur als Bildungsabschluss. An Gemeinschaftsschulen arbeiten Lehrkräfte aller Schularten, was sich positiv auf die pädagogische Qualität und damit auf die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler auswirke. Weiterer Vorteil sei der niedrigere Klassenteiler von 28 in der Gemeinschaftsschule (Realschule: 30). Bei der Inklusion behinderter Schüler bekommen sie zudem sonderpädagogische Stunden zugewiesen. Da Gemeinschaftsschulen Ganztagsschulen sind – entweder an drei oder an vier Tagen –, eröffne sich außerdem mehr Spielraum, auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler individuell einzugehen. Letztendlich sei die Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule auch ein Faktor für den Erhalt des Schulstandorts.

Das Kultusministerium ruft die Schulen auf, die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung innerhalb der Schulgemeinschaft zu thematisieren. Die Schulentwicklung vor Ort könnte ein Thema bei Pädagogischen Tagen, bei Konferenzen und beim Erfahrungsaustausch mit Starterschulen sein. „Ich möchte insbesondere die Realschulen ermuntern, die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote zu nutzen“, sagt Warminski- Leitheußer.

Homepage SPD Kreisverband Ravensburg

Jetzt Mitglied werden

Neuigkeiten

15.02.2024 06:09 Den Filmstandort Deutschland stärken
Die vorgestellten Referentenentwürfe zur tiefgreifenden Reform des Filmförderungsgesetzes bieten eine gute Grundlage für die weiteren Beratungen. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt insbesondere die Zielsetzungen und Kernpunkte der Reform – wie verlässliche Förderung, bessere Beschäftigungsbedingungen, die Reduzierung bürokratischer Hürden und die Steigerung von Transparenz sowie Effizienz. Helge Lindh, kultur- und medienpolitischer Sprecher: „Die Pläne zur Stärkung der Autonomie… Den Filmstandort Deutschland stärken weiterlesen

14.02.2024 22:08 Dirk Wiese zum Maßnahmenpaket gegen Rechtsextremismus
Rechtsstaat noch wehrhafter machen Es geht mehr denn je darum, unsere offene Gesellschaft gegen ihre Feinde zu verteidigen. Unser Rechtsstaat muss sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Rechtsextremisten wehren. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat dafür heute weitere effektive Maßnahmen vorgestellt. „Hunderttausende Menschen gehen seit Wochen gegen Hass und Hetze auf die Straße und… Dirk Wiese zum Maßnahmenpaket gegen Rechtsextremismus weiterlesen

11.02.2024 12:30 SETZE EIN ZEICHEN GEGEN RECHTSEXTREMISMUS!
Rechtsradikale Kräfte werden immer stärker. Wir müssen dagegen halten – jede und jeder Einzelne von uns. Doch was tun, wenn uns im Alltag Hass und Hetze begegnen? Vom Widerspruch am Stammtisch über Engagement in Organisationen bis zur Unterstützung von Betroffenen: Werde aktiv und setze ein Zeichen für Toleranz und Respekt. Kämpfe mit uns für eine… SETZE EIN ZEICHEN GEGEN RECHTSEXTREMISMUS! weiterlesen

11.02.2024 12:28 Dagmar Schmidt zum EU-Lieferkettengesetz
Die FDP blockiert das Gesetz kurz vor den wichtigen Verhandlungen auf EU-Ebene. Damit schwächt sie die Wirtschaft und verspielt Deutschlands Vertrauen in Europa, sagt Dagmar Schmidt. „Viele deutsche Unternehmen haben auf das europäische Lieferkettengesetz gehofft. Die FDP setzt durch ihre Ablehnung Deutschlands Vertrauen in Europa aufs Spiel. Im Gegensetz zu Hubertus Heil, der Kompromisse zu… Dagmar Schmidt zum EU-Lieferkettengesetz weiterlesen

11.02.2024 12:26 Johannes Fechner zum Kabinettsbeschluss Absenkung der Mindeststrafen bei Missbrauchsdarstellungen
Das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Anpassung der Mindeststrafen des § 184b StGB beschlossen. Mit diesem Gesetz wollen wir die Strafverschärfung für den Besitz von Missbrauchsdarstellungen von Kindern beibehalten und gleichzeitig die Ressourcen besser auf die Verfolgung von tatsächlichen Sexualstraftätern konzentrieren. „2021 haben wir mit dem Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder die Strafen für… Johannes Fechner zum Kabinettsbeschluss Absenkung der Mindeststrafen bei Missbrauchsdarstellungen weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de