Hannes Munzinger besucht mit Klaus Wiesehügel Fairkauf-Center in Weingarten

Veröffentlicht am 16.08.2013 in Wahlen

Bundestagskandidat Hannes Munzinger hat mit Klaus Wiesehügel, Schattenminister für Arbeit und Soziales im Kompetenzteam Peer Steinbrücks, gestern das Fairkauf-Center in Weingarten besucht.

Stolz führte Kaufhausleiter Fritz Henne die kleine Gruppe von Anwesenden durch die Verkaufsflächen der karitativen Einrichtung. Der rund hundert Mitarbeiter starke Betrieb, der neben gebrauchten Möbeln und Kleidung auch aussortierte Lebensmittel und eine Mittagstafel anbietet, ermöglicht sozial ausgegrenzten Menschen einen Einstieg zurück in geregelte Arbeitsverhältnisse und somit den Weg zurück in die Gesellschaft. Dank ehrenamtlicher Unterstützung kann sich die Unternehmung ganz ohne fremde Mittel tragen. „Sie machen eine wirklich tolle Arbeit hier - und ich habe mittlerweile viele Einrichtungen gesehen“, so Klaus Wiesehügel beeindruckt, der nach der Wahl Bundesarbeitsministerwerden soll.

Im Anschluss an die Betriebsführung sprachen die Anwesenden gemeinsam über die Armutssituation in Deutschland und der Region. Trotz sehr hohen Beschäftigenzahlen und des Wohlstands herrsche in der Region eine hohe verdeckte Armut, so Martin Belser, stellvertretender Leiter des Caritasverbands Bodensee-Oberschwaben. Meist seien ältere Menschen und Frauen die Betroffenen, jedoch fänden sich vermehrt auch junge Menschen in der Armutsfalle. Die Gründe hierfür seien die steigenden Lebenshaltungskosten. Die schwellenden Wohn- und Energiepreise führten viele in die Verschuldung. Den Meisten sei es nicht mehr möglich Rücklagen zu bilden, daher würden bereits kleinere Anschaffungen wie der Kauf eines Kühlschranks zu großen Problemen führen.

„Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum. Das Gebot der Stunde ist der soziale Wohnungsbau, die momentanen Zustände sind nicht erträglich“, so Klaus Wiesehügel. Im Falle eines Wahlsieges würde die SPD 700 Mio. € zweckgebunden für den sozialen Wohnungsbau ausgeben.

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