Eigentlich hätte die Verleihung durch den Vorsitzenden Hans-Joachim Beyer gemeinsam mit dem Landtagskandidaten Peter Clement vorgenommen werden sollen; letzterer – durch eine wichtige Debatte im Isnyer Stadtrat aufgehalten – traf aber mit großer Verspätung in Kißlegg ein.
Beyer wies auf die jahrelange Tätigkeit beider als Ortsvereinsvorsitzende beziehungsweise als Gemeinderäte hin, erwähnte dabei auch die Aktivitäten als Initiatoren oder Mitinitiatoren von Bürgerinitiativen mit einigen Stichworten wie Schlosspark, Arrisrieder Moos oder Grastrocknung. „Ihr habt in der Wahrnehmung der Bevölkerung das Ansehen des Ortsvereins geprägt“, beendete er seine Laudatio.
Fabri zeigte sich in seinen Dankesworten etwas verwundert: Während Dobler erst jüngst nach fast 30 Jahren aus gesundheitlichen Gründen seine aufopferungsvolle Gemeinderatstätigkeit habe aufgeben müssen, liege seine eigene aktive Zeit ja schon Jahrzehnte zurück. Als „hinterlistige Absicht“ vermute er, der Vorstand wolle ihn als Administrator der neuen Homepage www.spd-kisslegg.de bei der Stange halten. Dennoch freue er sich über die Art der Ehrung, da es Willy Brandts Versöhnungspolitik gewesen sei, die ihn zu Anfang der 70er Jahre zur SPD gebracht habe.
Anschließend stellte sich der inzwischen eingetroffene Peter Clement den Mitgliedern und Gästen vor und debattierte mit ihnen über die bevorstehende Landtagswahl. Ein Politikwechsel in Baden-Württemberg sei möglich, wenn jeder nach den eigenen Möglichkeiten sich dafür einsetze.
aus der Schwäbischen Zeitung vom 20.12.2010